8 Tipps: So schützen Sie sich vor Internet-Betrügern
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 19. Januar 2012, 10:00 Uhr
GNL5356
Betrug im Internet hat Hochkonjunktur. Mit immer neuen Tricks versuchen Gauner, das Nichtwissen oder die Gutgläubigkeit der Internet-Gemeinde auszunutzen. Mit diesen Tipps schützen Sie sich, Ihr Portmonee und Ihre Nerven:
1. Datensammler
Geben Sie Ihre persönlichen Daten nie leichtfertig weiter. Bei einer Bestellung reichen Name und Anschrift sowie evtl. Ihre Internet-Adresse. Es ist nicht einzusehen, weshalb Sie auch noch Ihre Telefonnummer oder Ihr Geburtsdatum angeben sollten.
2. Vorkasse
Sie zahlen, bekommen aber keine Ware. Das passiert tagtäglich. So schützen Sie sich: Bestellen sie nur bei Ihnen bekannten und verlässlichen Unternehmen. Kaufen Sie nach Möglichkeit nur gegen Rechnung oder nutzen Sie einen Treuhandservice oder einen Bezahlservice wie z.B. Paypal.
3. Manipulationen
Bei manipulierten Bankkonten oder Kreditkarten müssen Sie umgehend Ihre Bank verständigen und den Online-Zugang für die betroffenen Konten sperren lassen.
4. Download-Fallen
Sie sind nicht einfach zu erkennen. Seien Sie immer dann misstrauisch, wenn Sie Ihren Namen und Ihre Adresse irgendwo eintippen sollen. Laden Sie keine unbekannte Software aus dem Netz und folgen Sie keinem automatischen Link.
5. Phishing
Der Absender von Phishing-Mails versteckt sich hinter einer gefälschten, vertrauenswürdigen Website und fordert Sie auf, z.B. Ihre Kontoverbindung oder Ihre PIN- oder TAN-Nummern einzutippen. Dann räumt er Ihr Konto leer.
6. Kleingedrucktes
Eine harmlose Seite mit einem harmlosen Angebot kann es in sich haben. Das Angebot scheint kostenfrei zu sein, nur im Kleingedruckten bzw. am Rand erscheint der Hinweis auf die entstehenden Kosten bzw. ein kostenpflichtiges Abonnement.
7. Eingabehilfen
Eingabehilfen sind eine prima Sache. Mithilfe der „auto-fill"-Funktion merkt sich Ihr PC, Usernamen, Passwörter und Suchbegriffe und schreibt diese bei Aufruf der Seite automatisch in das entsprechende Fenster. Das spart Zeit und Tipparbeit. Leider lassen sich diese Daten mit speziellen Programmen von Unbefugten gezielt auslesen und für Betrügereien nutzen.
8. Schutzmaßnahmen
Zum Mindestschutz Ihres PC gehören ein Virenschutzprogramm sowie eine aktivierte Firewall. Stellen Sie sicher, dass Sie diese regelmäßig aktualisieren.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Erasmus (19.01. 2012 11:21 Uhr):
Habe bei einem Gewinnspiel des BAUER Verlages teilgenommen. Zu gewinnen gibt es angeblich eine Kamera. Nach einiger Zeit wurde ich von einer Callcentermitarbeiterin angerufen die mir erklärte, ich hätte gewonnen. Ein Paket würde man mir zuschicken. Im Laufe des weiteren Gespräches erfuhr ich, dass ich ein Zeitschriftenabonnement zu günstigeren Konditionen, Laufzeit 1 Jahr abschliessen müsste. Habe mich dann beim BAUER Verlag darüber beschwert. Man schrieb mir, dass mit dem Paket das Zeitschriftenabo wohl gemeint sei und dieses mit dem Gewinn nichts zu tun hätte. Mit keinem Wort wird bei den Gewinnspielbedingungen darauf hingewiesen, dass man wegen eiens Abos angerufen wird. Wie soll ich mich in diesem Falle verhalten ? Den BAUER Verlag habe ich nochmals angeschrieben und mitgeteilt, dass es hier offenbar um eine Täuschung geht. Bat um eine erneute Stellungnahme unter Fristsetzung. Auf mein Schreiben habe ich keine Antwort erhalten. Dient nun die Abfrage von Daten bei der Gewinnspielteilnahme nur dazu, dass dem Teilnehmer ein Abo verkauft werden soll ? Ein Paket habe ich freilich auch nicht erhalten. Offenbar wird man dann als Teilnehmer aus der Liste gestrichen, so man sich nicht bereit erklärt ein Abo abzuschliessen. Wie ist dieser Vorgang zu bewerten? Mit freundlichen Grüssen G. Nöther
Antworten - Kommentar von Peter (19.01. 2012 12:20 Uhr):
Zu Punkt 2 Vorkasse, möchte ichnurhinzufügen,daß PayPal auch nicht sicher ist. Ich hatte letztes Jahr bei Ebay bestellt und Vorkasse über Paypal geleistet. Das Ende vom Lied war: Geld weg und keine Ware erhalten trotz PayPal !
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