Wetterfühlig? Dann werden Sie aktiv!
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 24. Februar 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
plötzliche Wetterumschwünge und starke Temperaturschwankungen machen etwa jedem zweiten Bundesbürger zu schaffen - egal zu welcher Jahreszeit. Die Betroffenen können dann nicht schlafen, sind müde, haben Atemprobleme und Kopfweh, fühlen sich schlapp und lustlos und spüren, wie ihr Kreislauf rebelliert. Ihnen wird häufig unterstellt, sie würden sich lediglich anstellen. In Studien konnte allerdings nachgewiesen werden, dass extreme Hitze oder Kälte zu einem Anstieg der Krankheitsrate und der Todesfälle führt. Forscher haben eine bis zu 18 Prozent höhere Sterblichkeitsrate bei extremen Wetterlagen registriert.
Wissenschaftler konnten überdies Folgendes nachweisen: Wenn sich anrückende Warmluft über ein Zwischenhoch schiebt und es tagelang regnet, häufen sich Migräne, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Herzbeschwerden und Asthma. Prallt eine Kaltfront gegen warme Luftmassen, fällt die Temperatur abrupt. Feuchte Kälte trifft Rheumatiker besonders hart. Im Zentrum eines Tiefdruckgebietes treten vermehrt Herz- und Atemwegsprobleme, Gelenk- und Phantomschmerzen auf. Bei Luftdruckschwankungen - etwa wenn zwei unterschiedliche Luftschichten gegeneinander reiben, häufen sich Unfälle, steigt der Blutdruck, sinkt die Leistungsfähigkeit. Schwülwarmes Wetter macht gereizt, Nebel und hohe Luftfeuchtigkeit fördern Bronchitis und Atemwegsbeschwerden. Der Grund: Ihr Organismus kann sich nicht schnell genug an Wetterwechsel anpassen.
Die klassischen Empfehlungen bei Wetterfühligkeit lauten: Härten Sie Ihren Kreislauf ab und trainieren Sie Ihren Körper durch regelmäßigen Sport. Das wirkt bei etwa 80 Prozent aller Betroffenen zumindest erleichternd.
Lesen Sie im nächsten Beitrag, was Sie darüber hinaus tun können, wenn Sie zu den Betroffenen gehören!
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb