Welches Fett ist am besten für Sie?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 5. November 2008, 05:00 Uhr
GNL5356
Fette unterscheiden sich nach der Art ihrer am Aufbau beteiligten Fettsäuren:
Gesättigte Fettsäuren: Sie sorgen vor allem dafür, dass ein Fett fest wird und kommen in tierischen Nahrungsmitteln (wie Fleisch, Wurst, fettreiche Molkereiprodukte), gehärteten Pflanzenfetten oder von Natur aus festen Pflanzenfetten (wie Kokosfett) vor. Zu viel von diesen gesättigten Fettsäuren können den Blutcholesterinspiegel erhöhen.
Transfettsäuren: Sie entstehen bei der industriellen Härtung von Fetten und können das Cholesterin im Blut erhöhen. Frittierfette und Gebäck sind die Hauptquellen, in denen Transfettsäuren zu finden sind. Um die sollten Sie ohnehin einen Bogen schlagen.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Das sind zum Teil lebensnotwenige Fettsäuren. Dazu zählen die Linolsäure aus Keimölen (Omega-6-Familie) und die Omega-3-Fettsäre aus Raps, Walnüssen, Leinöl und in biologisch aktiver Form aus Meeresfischen (Lachs, Hering, Makrele, Sardine und Thunfisch). Die gesundheitlich günstigen Omega-3-Fettsäuren werden in der heutigen Ernährung vielfach durch Omega-6-Fettsäuren verdrängt. So fehlen uns häufig ihr schützender Einfluss auf die Blutfettwerte, den Blutdruck, die Fließeigenschaften des Blutes, den Herzrhythmus und ihre antientzündlichen Eigenschaften.
Einfach ungesättigte Fettsäuren: Sie sind zu finden in Oliven, Olivenöl, Rapsöl, Nüssen und Avocados. Sie senken das gefährliche LDL-Cholesterin und schützen so vor Herz- und Kreislauferkrankungen und vorzeitiger Alterung. Wahrscheinlich beugen sie Krebs vor.