Was ist dran am Entschlacken?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 19. Januar 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
wenn vom Entgiften, Entschlacken und Fasten die Rede ist, fällt immer wieder das Wort "Schlacken". Die positiven Wirkungen des Nahrungsverzichts werden vor allem zwei Auswirkungen zugeschrieben: Das Verdauungssystem hat weniger zu tun - es muss weniger Magensäure und Verdauungssäfte bilden - und kann sich infolgedessen erholen, also entschlacken. Der gesamte Organismus befreit sich von stoffwechselschädlichen Begleit- und Abbaustoffen sowie von veränderten und deshalb funktionsschwachen Körpereiweißen. Diese Abfallstoffe wurden früher Schlacken genannt. Heute gilt das als obsolet, wenngleich der Begriff immer wieder auftaucht.
Aber inzwischen weiß man, worum es sich wirklich handelt: Naturheilkundler und Fastenexperten gehen davon aus, dass beim Fasten günstige Stoffwechselveränderungen eintreten. So werden etwa Eiweiße mit zu vielen Zuckerresten, die den Stoffwechsel stark behindern, langsam abgebaut. Vor allem kommen während der Fastenzeit keine neuen hinzu. Dadurch können in den Bindegeweben auch eingelagerte Mineralien und durch die bessere Sauerstoffzufuhr auch in den Zellen abgelagerte Stoffwechselprodukte freigesetzt werden.
Die veränderten Eiweiße legen das Bindegewebe des Körpers lahm, das auch als Informationsnetz dient, weil es mit Nervenendigungen verbunden ist. Werden sie beim Fasten allmählich abtransportiert, wird das Bindegewebe gereinigt, also auch die Übertragung von Nervenimpulsen verbessert. Eine ganz besondere Rolle in diesem Geschehen spielt der Darm. Er ist von der Veränderung der Eiweiße besonders betroffen, weil bei ihm die höchsten Zuckerkonzentrationen vorkommen. Zum einen wird die Passage des Darminhalts immer schwerer, wodurch Verdauungsstörungen entstehen. Zum anderen werden die Darmzotten, deren Oberfläche ein Fußballfeld bedecken könnte, an ihrer Aufgabe gehindert, die dem Nahrungsbrei entzogenen Nährstoffe aufzunehmen.
Mit einigen Fastentagen bessern sich auch viele chronische Leiden wie Rheuma oder Allergien - einfach schon deswegen weil Nährstoffe, auf Ihrem Körper nicht bekömmlich sind, für einige Tage fortgelassen werden. Das kann manchmal die Initialzündung für einen Heilungsschub sein.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Wewetzer (19.01. 2010 10:38 Uhr):
Mein Kommentar ist eher eine Bitte: Können Sie den Zusammenhang Übersäuerung im Körper und Entschlackung aufzeigen? Danke
Antworten - Kommentar von Henning (19.01. 2010 13:46 Uhr):
test456
Antworten- Antwort von ghgh (19.01. 2010 13:51 Uhr):
genau
- Antwort von ghgh (19.01. 2010 13:51 Uhr):
- Kommentar von Gerda Blöchl (20.01. 2010 13:45 Uhr):
Ab wievielen Fastentagenmit nur Wassertrinken stellt sich ein günstiger Effekt ein? Es gibt eine Mnge Fastenregeln, welche sollen eingehalten werden: In einem Ihrer Beiträge wurde empfohlen die letzte Mahlzeit vor 18:00 einzunehmen. Hat das ähnliche Wirkung wie fasten?
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