So wenden Sie die Ringelblume richtig an
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Ringelblume
vom 28. Januar 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
- Sie erhalten Ringelblumenblüten als Tee, Salbe oder Tinktur in der Apotheke. Calendulasalbe sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Es gibt sie von verschiedenen Anbietern - auch in der homöopathische Zubereitung. Ringelblumenblüten sind recht häufig in Teemischungen gegen Blasenleiden, Verdauungsbeschwerden, Gallen- und Leberprobleme enthalten.
- Calendulasalbe aus der Apotheke hilft Ihnen bei schlecht heilenden Hautabschürfungen, Schnittwunden und Verbrennungen. Sie hat sich in der Säuglingspflege und gegen Wundliegen sowie bei offenen Beinen (Ulcus cruris) bewährt. Sie kann bei Narbenwucherungen, Entzündungen im Bereich von Finger- und Fußnägeln, entzündeten Brustwarzen und Ekzemen eingesetzt werden.
- Als Tee getrunken wirkt die Ringelblume bei Zyklusunregelmäßigkeiten, bei Regel-Bauchweh, prämenstruellen Brustbeschwerden und bei Wechseljahrsbeschwerden. So bereiten Sie einen Tee zu: 1 bis 2 Teelöffel Blütenblätter mit kochendem Wasser übergießen, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie davon dreimal täglich eine Tasse. Einen etwas stärkeren Tee können Sie auch für Umschläge oder als Badezusatz verwenden.
- Tee und Salbe helfen Ihnen bei Hautentzündungen, rissiger und gereizter Haut, bei schlecht heilenden Wunden und Verstauchungen.
- Eine Teekompresse tut den Brüsten in der Stillzeit gut, ebenso gereizten und übermüdeten Augen.
- Sitzbad oder Spülung sind hilfreich zur Heilung von Wunden im Genital- und Analbereich.
- In der Homöopathie wird die Heilpflanze zur Wundversorgung eingesetzt. Als besonders nützlich gilt sie bei Wunden, die eitern könnten, da sie weitere Infektionen verhindert.
- Während der Schwangerschaft sollte Calendula nicht innerlich angewendet werden, da dies Wehen auslösen kann. Ganz selten kommt es zu allergischen Reaktionen. Nebenwirkungen sind ansonsten nicht bekannt.