Smoothies können frisches Obst und Gemüse nicht ersetzen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Obst und Gemüse
vom 22. November 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Smoothies sind aus den Kühlregalen kaum noch wegzudenken. Sie sind nichts anderes als püriertes Obst und Gemüse auf Basis von Fruchtmark oder -püree. Gemischt mit Säften ergeben sie eine feine weiche und sämige (englisch: smooth) Konsistenz, die gerade noch trinkbar ist. Beworben werden die Produkte damit, dass Sie dadurch einen großen Anteil Ihres täglichen Obst- und Gemüsebedarfs decken können. „Diese Flasche enthält zwei Portionen Obst", heißt es beispielsweise in einem Werbespot. Oder: „Deckt 50 Prozent Ihres tägliches Bedarfs an Obst und Gemüse". Das klingt allein deshalb verlockend, weil nur wenige es schaffen, die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse täglich zu sich zu nehmen.
Was ein „Smoothie" ist, ist bislang nicht genau definiert. Wie viel Saft gehört hinein, wie viel püriertes Obst und Gemüse sollte das Produkt mindestens enthalten? Das ist in sofern von Bedeutung, als Saft längst nicht so viele gesundheitliche wirksame Inhaltsstoffe enthält wie das pürierte Obst und Gemüse selbst. Beim Kauf lohnt sich ein Blick aufs Etikett: Achten Sie auf einen hohen Anteil an „ganzem" Obst und Gemüse. Gute Smoothies enthalten keinerlei Zusatzstoffe, vor allem aber keinen Zucker. Auf keinen Fall sollten Smoothies zusätzlich verzehrt werden, da Produkte mit viel Obst einen besonders hohen Fruchtzuckergehalt und somit eine Menge Kalorien aufweisen.
Gesünder und billiger ist es, wenn Sie sich die Smoothies selbst zubereiten. Kaufen Sie sich Obst und Gemüse nach Ihrem Geschmack. Pürieren Sie dieses mit Pürierstab oder in der Küchenmaschine unter Zugabe von etwas Saft zu einem samtigweichen Drink. So können Sie auch Kombinationen von Obst und Früchten kreieren, die Ihnen noch besser schmecken, als alles, was im Supermarkt im Regal steht.