Schwitzen Sie sich gesund
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 3. Juni 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
bei Hitze oder Anstrengung ist starkes Schwitzen nicht ungewöhnlich, sondern gesund und lebenswichtig. Was aber, wenn der Schweiß scheinbar ohne Anlass ausbricht und Schweißgeruch zur Pein wird? Hier kann eine funktionelle Störung der Schweißdrüsen vorliegen. Betroffene Personen leiden für gewöhnlich sehr stark darunter - manchmal auch ihre Umwelt.
Schwitzen ist ein lebenswichtiger Vorgang, der Ihre Körpertemperatur reguliert. Zwischen 0,8 und 10 Liter Schweiß je nach Klima und Belastung produzieren die rund zwei Millionen Schweißdrüsen am Tag. Besonders dicht sind sie an den Fußsohlen und Handinnenflächen angesiedelt. Über die Hautporen gelangt der Schweiß an die Oberfläche. Dort verdunstet er und entzieht dem Körper überschüssige Wärme. In Verbindung mit anderen Regelungsmechanismen kann der Organismus auf diese Weise seine Temperatur stets konstant halten.
Auch der Säureschutzmantel der Haut wird im Wesentlichen durch Schweiß aufgebaut. Er verwandelt die Hautoberfläche in ein leicht saures Milieu und schützt so vor Bakterien und Pilzen. Schweiß besteht zu 99 Prozent aus Wasser. Hinzu kommen Substanzen, die für die natürliche Hautbefeuchtung sorgen. Generell ist der Schweiß farb- und geruchlos. Schwitzt der Körper jedoch zu viel, kann sich der Schweiß zersetzen und unangenehm riechen.
Übermäßiges Schwitzen wird in der Medizin als Hyperhidrose bezeichnet:
- Dabei kann es sich um eine eigenständige Krankheit handeln (primäre Hyperhidrose). Die Folge sind heftige Schweißausbrüche vor allem an den Handinnenflächen, Fußsohlen oder in den Achselhöhlen. Die genauen Ursachen sind bisher noch nicht befriedigend erforscht.
- Die zu starke Schweißbildung kann aber auch ein Begleitsymptom unterschiedlicher Erkrankungen wie Bluthochdruck, Nierenleiden, Übergewicht, Magenerkrankungen, Herz-Kreislauf- Beschwerden oder Erkrankungen des Nervensystems sein (sekundäre Hyperhidrose). In diesem Fall ist meist der ganze Körper von Schweißausbrüchen betroffen.
Um solche Grunderkrankungen auszuschließen, sollten Sie bei starkem Schwitzen unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Lesen Sie im nächsten Beitrag, wie Stress Ihnen Schweißausbrüche bereitet!
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider