Rote Beete-Saft steigert die Fitness von COPD-Kranken
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Rote Bete
vom 22. September 2009, 05:00 Uhr
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der Saft der Roten Beete kann Menschen mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD) helfen, ihre körperliche Ausdauer zu steigern. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) aufmerksam. Sie beruft sich dabei auf Studienerkenntnisse, über die ich Ihnen bereits Anfang September berichtet habe: Wer regelmäßig Rote-Bete-Saft trinkt, kann seine Leistungsfähigkeit und Ausdauer im Sport um bis zu 16 Prozent steigern. Zu diesem interessanten Forschungsergebnis kamen britische Wissenschaftler der Universität Exeter. Sie testeten acht Männer im Alter von 19 bis 38 Jahren jeweils zwei Mal. Vor dem einen Test tranken die Recken an sechs aufeinander folgenden Tagen einen halben Liter Rote-Bete-Saft. Vor dem zweiten Test gab es Saft von schwarzen Johannisbeeren zu trinken. Der Rote-Bete-Saft steigerte ihre Ausdauer deutlich, so die Forscher. Sie vermuten, dass dies am Nitratgehalt des Gemüsesaftes liegt.
Interessant für Lungenkranke ist dies, weil durch den Rote-Beete-Saft der Sauerstoffverbrauch der Lunge weitaus deutlicher verringert wird als durch alle anderen bisher bekannten Mittel. Das Nitrat aus dem Saft wird im Körper zu Nitrit abgebaut, wobei Sauerstoff freigesetzt wird. COPD-Kranke haben aufgrund ihrer verminderten Lungenleistung Schwierigkeiten, genügend Sauerstoff mit der Atemluft aufzunehmen. „Dieses Mehr an Sauerstoff durch die Rote Beete muss der Betreffende dann also nicht durch die Atmung aufnehmen, was seine Sauerstoffschuld bei gemäßigter körperlicher Anstrengung verringert und damit auch seinen Sauerstoffbedarf", erklärt der Experte für pneumologische Rehabilitation Dr. Konrad Schultz. das macht das Training leichter und effektiver.
Selbst COPD-Kranke, die bereits die Hälfte ihrer Lungenfunktion eingebüsst haben, können noch eine ausreichende körperliche Leistungsfähigkeit behalten. Das ist besonders wichtig, damit die Lunge in die Lage versetzt wird, mehr Sauerstoff aufzunehmen. Schultz: „Begonnen wird dreimal in der Woche mit 20 Minuten Ausdauertraining. Alle sechs Wochen wird das Training um jeweils 5 Minuten verlängert." Geeignet sind Ausdauersportarten wie Radfahren, Nordic Walking oder Joggen. Dazu kommt zweimal in der Woche ein Krafttraining - am besten an Geräten im Fitnessstudio oder zuhause mit kleinen Hanteln.
Bei schwerer COPD kann regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining sogar den entscheidenden Unterschied machen zwischen Pflegebedürftigkeit und einem unabhängigen Leben.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb