Polyphenole aus dem Wein schützen Ihr Herz
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 20. März 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
den Inhaltsstoffen von Wein werden allerhand Wunderwirkungen nachgesagt, gleichzeitig wird vor Wein wegen seines Alkoholgehaltes gewarnt. Die sekundären Pflanzenstoffe des Weines - hier insbesondere die Polyphenole - machen freie Radikale unschädlich, erweitern die Herzkranzgefäße und beugen so Herzinfarkt und Schlaganfall vor. Darüber hinaus sollen sie das Diabetes-Risiko verringern. Nachweislich wird dafür vor allem das Resveratrol verantwortlich gemacht. Nach neueren Erkenntnissen kann Wein auch Thrombosen in Schach halten - vor allem wenn er in Eichenfässern gelagert wurde. Der moderate Genuss (1 bis maximal 2 Gläser am Tag) von Wein hält zudem das Gehirn fit und schützt vor Alzheimer, sagen die Experten. Immer vorausgesetzt, dass Sie keine Suchtprobleme haben.
Diese vielfältigen gesundheitlichen Wirkungen hat die Industrie angestachelt, die günstigen Inhaltsstoffe der Trauben beziehungsweise des Weines zu isolieren und als Einzelpräparat anzubieten. In letzter Zeit ist immer häufiger von einem käuflichen und angeblich Wunder bewirkenden Traubenkernextrakt die Rede. Dahinter stecken vor allem die oligomere Proanthocyanidine, die als Radikalfänger wirken sollen. Mittlerweile wimmelt es nur so von Produkten - da ist von Traubenkernnudeln oder -mehl bis -riegel und reinem Extrakt alles zu haben. Im Handel sind auch so genannte Rotwein-Tabletten erhältlich. Diese enthalten die roten Farbstoffe des Weins, die Anthocyane. Mit 200 ml Traubensaft erhalten Sie allerdings davon genauso viel, dazu preiswerter und leckerer.
Erfahren Sie im nächsten Beitrag, wie Sie von Weintrauben profitieren können.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider