Leber – ein Nahrungsmittel der Fitness-Küche
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 19. Januar 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Die Leber ist in den vergangenen Jahren in Verruf geraten. Damit teilt sie nun das Schicksal anderer Innereien. Besonders junge Leute und Angehörige des weiblichen Geschlechts brechen häufig in Iiiih-Geschrei aus, wenn sie das Wort Leber schon hören. Das ist aus meiner Sicht ein Jammer. Denn sie werden durch einen negativen Lifstyletrend und falsche Annahmen geleitet. Das sagt auch die Ernährungswissenschaft.
Prof. Donatus Nohr von der Universität Stuttgart-Hohenheim bricht eine eindeutige Lanze für die gesunde Innerei. Zunächst einmal räumt er mit dem Vorurteil auf, die Leber sei eine Art Giftmülldeponie. Zum einen sind die Mengen an möglicherweise giftigen Belastungen kontinuierlich zurückgegangen, so dass sie kaum eine Rolle mehr spielen. Zum anderen kommt nur so junge Leber in den Verkauf, dass sich Schadstoffe gar nicht anreichern konnten. Dafür hat sie einen hohen ernährungsphysiologischen Wert. Sie enthält vor allem viel Folsäure, Vitamin A, Eisen, Zink und Selen. Zudem ist sie kalorienarm und lässt sich leicht sowie sehr schmackhaft zubereiten. Meine Frau zaubert daraus immer ein wunderbares italienisches Gericht: Leber mit viel, viel Salbei. Die reinste Fitness-Apotheke.