Husten sollten Sie ernst nehmen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Husten
vom 22. Januar 2010, 06:00 Uhr
GNL5223
das ist sein Markenzeichen: Sie können ihn nicht unterdrücken, der Hustenreiz ist einfach zu stark. Manchmal ist er trocken und schmerzhaft, manchmal lösend, aber immer kratzt er unwiderstehlich im Hals und löst den Husten aus.
Husten ist ein wichtiger Schutzreflex und eindeutiges Alarmsignal des Körpers. Er kann verschiedene Ursachen haben. Das Einatmen von Staub und Rauch, das versehentliche Verschlucken eines Bissens in die Luft anstatt in die Speiseröhre sowie Krankheitserreger können Husten auslösen.
Häufig geht Husten mit Erkältungen einher. Hauptursache hierfür sind Viren. Normalerweise kann ein intaktes Immunsystem Krankheitserreger abwehren. Doch durch eisige Böen und Nässe kann das Immunsystem geschwächt sein. Denn bei Feuchtigkeit und Kälte verengen sich die Blutgefäße, um einen zu schnellen Wärmeverlust des Körpers zu verhindern. Auch die Schleimhäute der Atemwege werden so schlechter durchblutet. Das Sekret der Schleimhäute verändert sich negativ. Mit der Luft eingeatmete Infektionserreger haben dann leichtes Spiel, Nase, Hals, Luftröhre und Bronchien zu besiedeln.
In der Nase wird die Atemluft erwärmt, befeuchtet und durch kleine Härchen auf der Nasenschleimhaut grob gereinigt. Durch die Luftröhre strömt die Luft weiter in die Bronchien. Luftröhre und Bronchien sind mit zahllosen feinsten Flimmerhärchen ausgekleidet. Diese bewegen sich ständig Richtung Mund und transportieren kleine Fremdkörper und Schleim hinaus.
Den Übergang zwischen Luftröhre und Lunge bilden die Bronchien. Die Luftröhre teilt sich am Ende in zwei Kanäle. Diese verzweigen sich in immer kleinere Äste, an deren Ende Millionen von Lungenbläschen sitzen. Der Sauerstoff dringt durch die dünne Haut dieser Bläschen und wird von den Blutkörperchen aufgenommen. Gleichzeitig wird die verbrauchte Luft wieder in die Lungen transportiert und als Kohlendioxid ausgeatmet. In der Lunge findet der eigentliche Gasaustausch statt.
Durch ein geschwächtes Immunsystem können mit der Luft eingeatmete Krankheitserreger bis in die Bronchien eindringen, hier die gesunden Zellen befallen und sich vermehren. Die Bronchien reagieren darauf mit einer übermäßigen Produktion von zähem Schleim. Dieser verklebt jedoch die Flimmerhärchen und blockiert ihre Funktion. Ein Abtransport kann nicht mehr stattfinden. Der Schleim setzt sich fest. Der Hustenreflex wird aktiviert. Mit dem Husten wird der Schleim gelöst und aus dem Körper befördert.
Husten sollten Sie nicht unterdrücken. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, denn jeder Hustenanfall stresst und schwächt Ihren Körper zusätzlich. Die Muskulatur der Bronchien ist durch die ständigen Hustenanfälle verkrampft. Aus einem anfänglich unkomplizierten Erkältungshusten kann eine chronische Bronchitis werden. Mehr darüber im nächsten Beitrag.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Linda Dobmeier (22.01. 2010 10:13 Uhr):
Hustenreiz der über längere Zeit an- dauert kann auch durch ein Blutdruckmedikament verursacht werden Kann das möglich sein? Argument: Verengung der Atemwege
Antworten - Kommentar von Rosy Ross (22.01. 2010 21:53 Uhr):
Chronische Husten sollte therapiert werden weil es zusätzlich den Beckenboden vor allem bei den Frauen über längere Zeit `schädigt`es kann Senkungsproblemen verursachen, beim Husten machen fast alle automatisch einen Rundrücken,man sollte der Kopf zur Seite im korrekte Haltung husten. Der mittlere Beckenbodenschicht hat nml. sein Reflexpunkt im obere Rückenbereich und nehmt so die Spannung vom Beckenboden weg!! LG Rosy Ross
Antworten - Kommentar von Sigrid Beier (27.01. 2010 16:27 Uhr):
Erwähnenswert sind Ultraschall-Zahnbürsten, besonders bei Zahnfleischbluten. Viele Benutzer konnten hier Gutes berichten. Mit freundlichen Grüßen Sigrid Beier
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