Homöopathie: Erstverschlimmerung ist normal
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Homöopathie: Heilen mit natürlichen Stoffen
vom 4. November 2008, 06:00 Uhr
GNL5223
Die so genannte Erstverschlimmerung bei der homöopathischen Behandlung ist ein gutes Zeichen - man kennt dieses Phänomen von vielen Naturheilmitteln. Wenn Sie beispielsweise jetzt Kügelchen gegen eine Erkältung nehmen und Ihre Nase läuft dann erst richtig, sind Sie bereits auf dem Weg der Besserung. Das Medikament hat Ihr Immunsystem angeregt. Diese verschlimmerten Symptome verschwinden meist nach einigen Stunden oder wenigen Tagen wieder.
Eine homöopathische Behandlung durchläuft zudem verschiedene Stufen der Heilung, lässt idealerweise eine Erkrankung nach der anderen verschwinden. Die Symptome verabschieden sich dabei in der umgekehrten Reihenfolge, wie sie aufgetreten sind. So kann es passieren, dass Sie - wenn Sie ein Mittel gegen Migräne nehmen - erst einmal Bauchweh bekommen. Wenn Sie zum Beispiel nach einer homöopathischen Gabe Symptome einer Blasenentzündung entwickeln, kann es sein, dass dies mit einer früheren, nicht ausgeheilten Blasenentzündung zusammenhängt.
Daraus lässt sich auch erklären, warum homöopathische Mittel unschädlich sind, selbst wenn sie falsch ausgewählt wurden: Ihr Körper reagiert einfach nicht darauf.
In akuten Fällen bessert sich der Zustand oft schon nach einer Viertelstunde. Bei chronischen Erkrankungen kann es Monate, manchmal sogar Jahre dauern, bis die Symptome richtig verschwunden sind. Denn dazu werden häufig mehrere Heilmittel nacheinander nötig, um an die Wurzeln der Krankheit - auch in der Seele - heranzukommen.
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