Herzmonat: Stramme Oberschenkel schützen Ihr Herz
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 9. November 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
der November ist der Herzmonat - ausgerufen von der Deutschen Herzstiftung. Grund genug, uns einmal ausführlicher mit Ihrer Pumpe - sprich mit Ihrer Herzgesundheit - auseinander zu setzen. Wussten Sie beispielsweise schon, dass dünne, wenig muskulöse Beine mit der Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem erhöhten Sterberisiko einhergehen? Dies zeigt eine aktuelle Studie aus Dänemark. Ein Oberschenkelumfang von weniger als 60 Zentimetern erhöht bei Frauen und Männern das Risiko für eine koronare Herzkrankheit sowie einen verfrühten Tod. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hin. Nach Einschätzung der Internisten unterstreicht das Ergebnis dieser Studie den Nutzen körperlicher Fitness für Ihre Gesundheit. Zudem könne der Oberschenkelumfang dabei helfen, Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko frühzeitig zu identifizieren und dem angemessen vorzubeugen.
Vor allem Arbeit am Schreibtisch führt zu fehlender Bewegung, in deren Folge auch die Muskulatur schwindet. Das betrifft vor allem die Oberschenkel, denn sie sind mit großen, kräftigen Muskeln ausgestattet. In der Langzeitstudie verglichen Kopenhagener Forscher bei 1.436 Männern und 1.380 Frauen den Umfang der Schenkel in Höhe der Gesäßfalte. Dabei zeigte sich: Bei mehr als der Hälfte der untersuchten Erwachsenen im Alter von 35 bis 65 Jahren maßen die Oberschenkel weniger als 60 Zentimeter im Umfang. Diese Teilnehmer entwickelten in den folgenden zehn Jahren zwei- bis dreifach häufiger als die übrigen Verengungen der Herzkranzgefäße - Hauptursache für Herzinfarkte - oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Gesamtsterberisiko war mehr als doppelt so hoch wie bei Menschen mit muskulöseren Oberschenkeln.
Die Wissenschaftler vermuten nun, dass mangelnde körperliche Fitness das eigentliche Herz-Kreislauf-Risiko ist. Die Folge ist eine schwache Muskulatur. Dies wiederum lässt die Wirksamkeit des Blutzucker regulierenden Hormons Insulin sinken, das zeigen andere Studien. „Die Spätfolge dieser Insulinresistenz ist dann ein Typ-2-Diabetes mellitus, auch Alterszucker genannt", sagt Professor Dr. med. Hans-Peter Schuster, Generalsekretär der DGIM aus Hildesheim. Diabetes habe wiederum gehäuft Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur Folge. Wichtig ist aus Sicht des Mediziners, dass der verminderte Oberschenkelumfang ein eigenständiger Risikofaktor ist: Er lässt sich in der Studie nicht auf andere bekannte Risiken wie Rauchen, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte oder Gewichtsprobleme zurückführen.
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Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gisela (09.11. 2009 18:31 Uhr):
Das kann nicht so sein: wer schlank ist, sportlich aktiv ist und feste Bein-Muskulatur sich erarbeitet hat, dem sind trotz geringerem Oberschenkel auch weniger Herz-Kreislaufstörungen als nicht sportlich aktivere dickere Menschen. Der Umfang der Oberschenkel sagt nicht alles aus!!!!! Sondern ein aktiver und ausgewogener Körperbau
Antworten - Kommentar von Heinz Achim Jung (20.11. 2009 19:53 Uhr):
Hallo Herr Erb, Ihr Artikel über den Umfang der Oberschenkel hat mich überrascht. Ich halte weniger als 60 cm für sehr fraglich, insbesondere bei Frauen, aber auch bei Männern, wenn sie keinen Leistungssport betreiben oder Sportprofi sind. Deshalb meine Fragen: - Wo findet man den von Ihnen in Bezug genommenen Artikel? - Wo genau und wie wird der Umfang gemessen? - Wie werden die Oberschenkel auf das erforderliche Maß trainiert ohne Studio, sondern privat ohne stationäre Trainingsgeräte Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit besten Gesundheitsgrüßen Heinz-Achim Jung
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