Fuß- und Nagelpilz: Häufig lästige Mitbringsel aus dem Sportstudio
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 3. Juni 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
bis zu 30 Prozent aller Sportler sind von Pilzen an den Füßen (Tinea pedis) und bis zu 17 Prozent an den Nägeln (Onychomykosis) betroffen. Die Anzeichen für eine Pilzinfektion sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Folge: Der Fußpilz wird nicht immer erkannt, somit auch nicht behandelt und kann sich ungehindert ausbreiten. Eine regelmäßige Pflege schafft Abhilfe - etwa vorsorgliches Einsprühen (z. B. mit Canesten-Spray).
Bei jedem Menschen befinden sich auf der Haut und den Schleimhäuten in geringer Anzahl Pilze. Bei einer gesunden Haut und stabilem Immunsystem können sich diese nicht ausbreiten. Erst, wenn das mikrobiologische Gleichgewicht auf der Haut gestört wird, kann es meist durch Fadenpilze, Hefepilze und Schimmelpilze zu einer Pilzinfektion kommen.
Für die Übertragung der Infektion sind die Pilzsporen verantwortlich. Beim Fußpilz sind es in 90 Prozent der Fälle Fadenpilze. Sie ernähren sich von organischen Stoffen wie etwa abgeschupptem Hautmaterial. Insofern finden sie auf der Hautoberfläche ideale Lebensbedingungen. Vor allem in Schwimmbädern, Saunen oder öffentlichen Dusch- und Umkleideräumen gelangen sie mit abfallenden Hautschüppchen auf den Boden und können von anderen Besuchern aufgenommen werden. Aber auch über gemeinsam benutzte Gegenstände wie zum Beispiel Handtücher oder Schuhwerk ist eine Übertragung möglich.
In Schuhen, Socken oder auf Handtüchern können Pilze sogar lange Zeit ohne Nahrung überleben. Dabei gehen sie in eine Art Ruhephase, die sogenannte Sporenphase, über. Pilzsporen haben einen reduzierten Stoffwechsel. Gelangen die Sporen dann auf einen neuen Wirt, können sie sich innerhalb kürzester Zeit wieder vermehren und damit potenziell eine Infektion auslösen.
Lesen Sie im nächsten Beitrag, wie Sie eine Pilzinfektion vermeiden.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb