Für den Endspurt: 6 Esstipps für Ihre Stresstage
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Ernährung
vom 11. Dezember 2008, 05:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin,
lieber Leser,
meine Frau sagt immer: „Stell dir vor, es ist Weihnachten, und keiner macht mit". Meist ist sie dann von „Packen und Backen" schon ziemlich genervt. Mit schöner Regelmäßigkeit gibt sie zu dem Zeitpunkt neue Regeln für das nächste Weihnachtsfest aus, an die sie sich im kommenden Jahr als Erste selbst nicht hält. Darauf angesprochen, grinst sie mich entwaffnend an, zuckt die Schultern, schaut ‚gen Himmel und murmelt etwas wie „des Herren Wege sind unerforschlich". Natürlich machen wir mit, wenn Weihnachten kommt. Alle Jahre wieder. Und zwar gerne - egal wie stressig es vorher ist. Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Genießen Sie die Festtage oder sind Sie strikter Fest-Verweigerer?
Viele Menschen reagieren auf die Hektik der vorweihnachtlichen Zeit und auch sonst mit einem gestressten Magen. Dadurch sinkt Ihre Leistungsfähigkeit und die brauchen Sie doch, um durchzuhalten. Hier sind meine sechs einfachen, aber wirkungsvollen Tipps, wie Sie das vermeiden können:
1. Essen Sie regelmäßig und zu einigermaßen festen Zeiten. Essen Sie immer im Sitzen, nicht am Schreibtisch oder beim Fernsehen und nicht zwischendurch. Gönnen Sie sich diese Inseln der Ruhe.
2. Frühstücken Sie gut und verhelfen Sie sich damit zu einem guten Start. Vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten.
3. Starten Sie Ihren Tag mit Kaffee. Dieser macht Sie munter und stärkt Ihre geistige Leistungsfähigkeit. Die Vorurteile über Kaffee - etwa dass er Ihre Flüssigkeitsbilanz negativ beeinflusst - wurde inzwischen von der Wissenschaft zu den Akten gelegt.
4. Gewöhnen Sie sich an, grundsätzlich zu jeder Mahlzeit ein Getreideprodukt oder Kartoffeln zu essen. Das hält Sie wegen der darin enthaltenen wertvollen Kohlenhydrate über Stunden fit.
5. Essen Sie 5-mal am Tag eine Hand voll Obst und Gemüse. Je größer der pflanzliche Anteil Ihrer Mahlzeiten ist, desto weniger Fett essen Sie. Das macht Sie nicht so müde. Zudem nehmen Sie reichlich Ballast- und sekundäre Pflanzenstoffe zu sich.
6. Wenn Sie immer wieder unter Heißhungerattacken auf Süßes leiden, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie zu wenig stärkereiche Nahrungsmittel essen. Erhöhen Sie Ihren Verzehr an Vollkornbrot, Kartoffeln und dergleichen. Essen Sie nie Käse oder Wurst ohne Brot. Wählen Sie auch im Restaurant Gerichte mit hohem Stärkeanteil - also etwa Reispfanne, Nudeln mit Gemüsesauce, Kartoffelaufläufe oder Salate mit Brot.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
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