Entzug vom Nasenspray: Durch das Tal der Tränen zur Sonne
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 5. März 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Leser Markus hat sich durch meinen Beitrag "zurück in die Vergangenheit" versetzt gefühlt: „Auch ich war über fast 25 Jahre "schwer abhängig", vor allem von Nasivin und Olynt 0,1%. Diese haben in meinem Fall durch ihre Gefäß verengende Wirkung zu schweren Kreislaufschwierigkeiten und Schlafstörungen geführt. Normalerweise spricht einen jeder Apotheker beim Kauf eines Sprays auf die Verwendung an, indem er erwähnt, es nicht länger als drei Tage zu nehmen. Als ich mich nach einem solchen Hinweis ertappte, dass ich bei jeder Apotheke im gesamten Landkreis die Nasenspraydosen systematisch wiederkehrend "einsammelte", wurde mir klar, dass ich voll süchtig war.
Darauf dass ich abhängig war, wäre ich selbst bei der Anwendung von mindestens zwei Flaschen (10-12ml) wöchentlich nie gekommen. Ich dachte, die Nebenwirkungen kämen von meinen Bluthochdrucktabletten. Ein Besuch bei einem Kardiologen bestätigte mir im Juni 2008 jedoch ein gesundes Herz, ein gutes Blut ,aber einen zu schnell ansteigenden Puls. Nach einem Streit mit meinem Hausarzt, der mir diese vielen Tabletten verordnet hatte, habe ich meine Familie zusammengerufen und ihr verkündet, dass alle Brutdrucktabletten sofort in den Mülleimer wandern werden und mich Zeit meines Lebens kein Schulmediziner mehr in die Hände bekommt.
Meine Bluthochdruck habe ich aktuell selbst perfekt eingestellt. Und zwar darauf:
- 1 Liter Rote Beete Saft täglich
- 800 mg Magnesium täglich
- 3 x täglich die Obst-Ampel (rotes-gelbes-grünes Obst)
- verschiedene Globuli ( Aconitum, Kalium Phosphoricum usw.)
- abends bei Schlafproblemen Baldrian- und Johanniskraut-Präparate
- Ernährungsumstellung (kein Kochsalz, viel Knoblauch in Verbindung mit Ingwer)
- keinen Kaffee und schwarzen Tee mehr
- eine positive Lebenseinstellung - die ist unersetzbar!
- Adeps laneae anh. 1,2
- Mentholum 0,04
- Eucerinum cum aqu. 2,0
- Privin 1:1000 2,0
- Paraffinum subliq 14,76
Dieses Balsam nahm mir den Druck, beim Entzug nichts ins Nasenloch sprühen zu dürfen, und gab mir durch das Menthol den gleichen Geschmack wie z.B. Rhino Spray Plus. Ende des Jahres 2009 habe ich meine "Entgiftung" abgeschlossen. Meine alte Kraft ist wieder da!"