Diese Heilpflanzen tragen Sie sanft durch die Wechseljahre
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Wechseljahre
vom 15. November 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
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Traubensilberkerze: Cimicifugin und Actein stammen aus der Pflanzenwurzel und helfen gegen typische Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlaflosigkeit. Die Präparate, die es bei uns als freiverkäufliche Arzneimittel in der Apotheke gibt, sind gut überprüft. Sie sind meist so dosiert, dass Sie die beste Wirkstoffmenge erhalten. Bei anderen Präparaten, die Sie etwa als Nahrungsergänzungsmittel im Drogeriemarkt kaufen, sollten Sie vorsichtig sein: Sie werden nicht in optimalen Dosierung angeboten und verfügen über keinerlei wissenschaftliche Wirkungsnachweise. Bei Brustkrebs sollten Sie allerdings keine Traubensilberkerze-Präparate einnehmen und ansonsten nach sechs Monaten Einnahme schauen, ob es auch ohne geht.
Sojabohne: Als natürliches Mittel gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche in den Wechseljahren hat man sich viel von Sojaextrakten versprochen. Doch leider haben sie die Hoffnungen nicht bestätigen können. Als Extrakt eiungenommen können sie sogar Ihr Brustkrebsrisiko erhöhen. Man kam ihnen auf die Schliche, weil Japanerinnen mit ihrer Vorliebe für Sojaprodukte kaum unter Wechseljahrsproblemen leiden. Das ist den in der Sojabohne enthaltenen Pflanzenhormonen zuzuschreiben. Dazu zählen besonders die Isoflavone mit ihrer östrogenartigen Wirkung. Derzeit werden allerdings nur Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Es liegen zwar ausreichende Studien über Wirkungen vor, die in der Gesamtsicht nicht überzeugen können, zu den insbesondere langfristigen Nebenwirkungen fehlen noch ausreichende Untersuchungen. Außerdem sind die Warnungen vor den Nebenwirkungen von zu hoch dosierten Östrogenen auch bei pflanzlichen Hormonen ernst zu nehmen. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in Berlin möchte die Isoflavone unter Verschreibungspflicht gestellt sehen. Zudem - so warnen Kritiker - müssen die positiven Effekte nicht zwangsläufig nur auf die Sojabohne zurückzuführen sein, es könnte auch am fernöstlichen Lebensstil liegen. Doch die Sojabohne hat in der Ernährung durchaus einen positiven Platz einzunehmen.
Rotklee: Seit einiger Zeit wird angenommen, dass diese altbekannte Kleepflanze - auch Hasenklee genannt - gegen Wechseljahrsbeschwerden helfen soll. Rotkleeblüten enthalten Gerbstoffe, Phenole und Isoflavone. Eine hormonähnliche Wirkung scheint vorhanden zu sein - das gilt allerdings auch für mögliche Nebenwirkungen. Rotklee wird ebenfalls als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. In den bisherigen Studien haben sich keine überzeugenden Ergebnisse gezeigt. Sie können in der Saison aber Rotklee in der Natur sammeln und ihn in einen Salat geben. Nur ob das irgendwie wirkt, weiss niemand.
Mönchspfeffer: Er ist eines der wirksamsten Mittel aus der natürlichen Frauenheilkunde und wird schon seit etlichen Jahren erfolgreich gegen viele Frauenbeschwerden eingesetzt. Mönchspfeffer kann das Ungleichgewicht zwischen den Hormonen Progesteron und Östrogen abmildern, das sich zu Beginn des hormonellen Wechsels einstellt. Gute Mönchspfeffer-Präparate erhalten Sie in der Apotheke. Die Präparate in Reformhäusern oder Drogeriemärkten sind nicht apothekenpflichtig und enthalten wesentlich niedrigere Wirkstoffkonzentrationen.
Salbei: Seine altbewährte Heilkraft lindert nachgewiesenermaßen Schweißausbrüche nicht nur in den Wechseljahren und entfaltet eine leichte östrogenartige Wirkung. Salbei enthält Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherisches Öl. Bei Überdosierung kann Salbei auf den Magen schlagen. Salbei können Sie zum Würzen in der Küche verwenden oder sich einen Tee daraus kochen. Gesichert wirksam sind aber die spezielle Präparate aus der Apotheke. Frauenmantel: Dieses uralte Heilkraut ist eines der beliebtesten in der Frauenheilkunde. Es enthält Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Das Kraut wird lediglich als Tee angeboten, nicht als spezielle Arznei gegen Wechseljahrsbeschwerden. Auch dieses Kraut können Sie in der freien Natur ernten.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gaby Scherer (15.11. 2011 20:42 Uhr):
Liebe Frau Sylvia Schneider Sie empfehlen die Traubensilberkerze, actaea racemosa für Wechseljahrs- beschwerden. Jetzt habe ich gelesen, dass die Silberkerze mit Leberschäden in Verbindung gebracht wird. Ich möchte Sie fragen, ob das wirklich so ist. Mit freundlichen Grüssen Gaby Scherer
Antworten - Kommentar von Gabi Zeller (17.11. 2011 18:27 Uhr):
Hallo Frau Schneider,eines der besten Mittel, dass ich und viele meiner Bekannten kennenlernen durfte, ist die Kapsel Rotklee,Yams und Cissus von der Firma Onkopharm. Hitzewallungen verschwinden in kürzester Zeit., die Stimmung hebt sich wieder, und Cissus hat einen positiven Einfluss auf die Knochendichte. Prämenstruelle Symptome werden gelindert oder treten erst gar nicht auf. Mit freundlichen Grüßen Gabi Zeller
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