Diese 10 Risiken machen Ihre Knochen kaputt
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 22. Oktober 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Der Abbau von Knochensubstanz beginnt bei jedem Menschen mit etwa 35 Jahren. Wie stark er zu Buche schlägt, ist von der Knochendichte beim Eintritt ins Erwachsenenalter abhängig - also quasi davon, wie viel Ihr Knochen zuzusetzen hat. Diese 10 Risikofaktoren beschleunigen den Knochenabbau und lassen ihn unter Umständen zu einer schweren Krankheit werden:
- erbliche Veranlagung, das trifft insbesondere auf hellhäutige, blonde und von Natur aus sehr schlanke Frauen zu
- frühe Wechseljahre oder eine fruchtbare Zeit, die weniger als 30 Jahre betrug, weil dann weniger knochenschützendes Östrogen gebildet wurde
- Bewegungsmangel und Fehlernährung führen dazu, das die Knochen nicht richtig versorgt werden - eine zu niedrige Muskelmasse gilt ebenfalls als Risikofaktor, weil Muskeln den Knochen stabilisieren
- Untergewicht: Wenn Ihr Body-Mass-Index unter 20 liegt, haben Sie zu wenig Fettgewebe, in knochenaufbauende Östrogene gebildet werden (gilt für Frauen und für Männer), außerdem fehlt Untergewichtigen bei eventuellen Stürzen das schützende Polster
- ebenso gefährlich sind Essstörungen wie Magersucht, Diätenwahn und Bulimie, die zu Ernährungsmängeln am Skelett führen
- Rauchen beeinflusst den Abbau des Knochenskeletts äußerst negativ
- Erkrankungen der Nieren bringen den Kalzium- und Vitamin-Haushalt durcheinander, das beeinträchtigt den Aufbau der Knochenmasse, Darmkrankheiten wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa stören die Aufnahme des Kalziums aus dem Darm
- Gelenkentzündungen führen zu einer Entkalkung der benachbarten Knoche
- Langzeit-Behandlung mit Kortison (ausgenommen Asthmaspray) sowie eine langfristige Einnahme von Beruhigungsmitteln und Antidepressiva
- Vitamin-D-Mangel durch zu wenig Aufenthalte bei Tageslicht im Freien führen zum Abbau der Knochenmasse.