Depressionen können Osteoporose auslösen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Depression
vom 4. Juni 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Depressive Frauen sind einem höheren Risiko ausgesetzt, an Osteoporose zu erkranken als psychisch Gesunde. Darauf weist der Dachverband der deutschsprachigen Osteoporose Selbsthilfeverbände e. V. (DOP) in Marburg hin. Eine Depression fördert die vermehrte Ausschüttung von Cortisol und stört das fein austarierte Gleichgewicht zwischen Knochenauf- und -abbau zugunsten eines verstärkten Abbaus. Die Knochensubstanz schwindet, und es besteht die Gefahr von Brüchen. Zumal depressive Menschen häufig unachtsam sind und öfter stürzen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Außerdem achten depressive Menschen seltener auf eine gute Ernährung und bewegen sich zu wenig, weil sie sich mehr und mehr zurückziehen.
In Selbsthilfegruppen bekommen betroffene Frauen und Männer hilfreiche Tipps wie sie dem Knochenschwund vorbeugen können. Adressen von Osteoporose-Selbsthilfegruppen vor Ort vermitteln die Mitgliedsverbände des DOP. Informationen im Internet finden Sie unter www.osteoporose-dop.org. Der Dachverband deutschsprachiger Osteoporose Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose Organisationen e. V. (DOP) vereint unter seinem Dach alle Selbsthilfeorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist somit Sprachrohr für mehr als acht Millionen Betroffene.
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