Biowetter-Vorhersagen nicht ganz ungefährlich
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 6. Oktober 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Immer wieder wird Ihnen gerade als Outdoor-Sportler oder Wandersmann empfohlen, vor dem Start die Biowetter-Vorhersage abzufragen beziehungsweise in den Medien zu lesen oder zu hören - insbesondere, wenn Sie Allergiker, Asthmatiker oder Herzleidender sind. Doch dieser Wetterdienst hat seine Tücken. Dr. Jörg Kachelmann ( ja, "der" Wetter-Kachelmann und Joghurt-Experte) und Professor Dietrich Höffeler von der Medizinischen Klinik im Klinikum Darmstadt haben sich derartige Vorhersagen einmal unter die Lupe genommen, wie das Ärzteblatt „Medical Tribune" berichtet.
Ihre Befürchtung: Viele Kranke nehmen aufgrund falscher Voraussagen zu viele überflüssige Medikamente zu sich, lassen wichtige Arzneien weg oder lassen sich in Panik versetzen! Das kann gefährlich werden. Viele Zusammenhänge zwischen Wetter und gesundheitlichen Erscheinungen beruhen jedoch nur auf Vermutungen. So begünstigt beispielsweise unser herbstliches Schmuddelwetter nicht den Ausbruch von Migräne und Kopfschmerzen. Konkrete Vorhersagen müssten sehr viel komplexer sein und seien aufgrund der individuellen Eigenheiten sehr gewagt.
Fazit der beiden Experten: Zwar kann das Wetter die Befindlichkeit durchaus beeinflussen, doch Biowetter-Vorhersagen sind Unfug und haben nicht mehr Aussagekraft als ein Horoskop! Ideales Hilfsmittel können sie allerdings für Hypochonder sein ...
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb