Aloe-vera-Gel beruhigt Ihre Haut
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 28. Oktober 2008, 06:00 Uhr
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Aloe vera erhalten Sie vor allem als Gel. Dabei handelt es sich im Prinzip um das Fleisch des Blattes. Es ist farblos und ziemlich flüssig, da es fast ausschließlich aus Wasser besteht. Sie können es bei leichten Verbrennungen und kleineren Wunden einsetzen. Es lindert Schmerzen, beruhigt Entzündungen und wirkt leicht antibiotisch.
Als Abführmittel wird ein Granulat eingenommen, jedoch nicht länger als 14 Tage. Während Schwangerschaft, Stillzeit, bei entzündlichen Magen- und Darmerkrankungen und Hämorrhoiden sollten Sie auf Aloe vera verzichten. Falls Sie Herzmedikamente nehmen, sollten Sie Ihren Arzt nach Wechselwirkungen fragen.
Aloe-Vera-Säfte und -Konzentrate entstehen meist ebenfalls aus dem Gel. Es muss für diesen Zweck mit einem technologischen Verfahren gefiltert werden, damit der Drink keine abführende Wirkung hat. Wegen der schnellen Oxidation werden Konservierungsstoffe benötigt. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Aloe-vera-Saft oft mehr Konservierungsstoffe enthält als normale Säfte. Überdies bietet er Ihnen ernährungsphysiologisch nichts, was Sie nicht über Obst und Gemüse ebenso gut aufnehmen können.
Die Stiftung Warentest rät, beim Einkauf von Aloe-vera-Produkten zum Einnehmen auf die Qualität zu achten: „Für kontrollierte Rohware und Verarbeitung bürgen das Bio-Siegel und die Zeichen von Neuform oder IASC (International Aloe Science Council)." Bei Kosmetika ist die Einwirkzeit wichtig: Duschgel oder Shampoo entfalten keinen Effekt, weil sie zu kurz auf der Haut sind.
In der Homöopathie wird Aloe vera verwendet, um erschöpften und unzufriedenen Menschen zu helfen. Die Blütenessenz verfolgt ähnliche Ziele.