Was Ihnen bei Blasenentzündungen wirklich hilft
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Blasenentzündung
vom 18. Februar 2009, 06:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin,
lieber Leser,
Hausmittel, pflanzliche Arzneimittel und Antibiotika - das ist Ihr Drei-Stufenprogramm für Blasenentzündungen, die quälende Ausmaße annehmen können. Dummerweise neigen sie auch dazu, immer wiederzukehren. Davon wissen vor allem Frauen ein Lied zu singen. Etwa 20 bis 35 Prozent aller Frauen leiden häufig unter einer Blasenentzündung. Bei sexuell aktiven Frauen werden meist über die kurze Harnröhre der Frau Krankheitserreger in die Blase eingeschleppt. Bei älteren Frauen spielt oft ein Östrogenmangel in der Blasenschleimhaut eine Rolle, denn Östrogen schützt vor Blasenentzündungen, ein Mangel fördert sie dementsprechend.
Tritt bei einem Kind häufiger eine Blasenentzündung auf, untersuchen Ärzte, ob ein so genannter Reflux vorliegt. Das ist ein meist anatomisch bedingter Harnrückfluss von der Blase in die Niere. Bei Männern weist ein Harnwegsinfekt oft auf eine Harnabflussstörung durch urologische Erkrankungen an der Prostata oder der Harnröhre hin.
Eine Blasenentzündung sollten Sie sich selbst sofort mit Hausmitteln behandeln, also zum Beispiel Wärme, Bettruhe, Kälte meiden und reichlich trinken. Als Getränk eignen sich besonders gut Harntees mit Heilpflanzen (zum Beispiel Harntee mit Goldrute, Katzenbart und Birke, Brennnessel- oder Bärentraubenblättertee). Harntee hilft Ihnen, die verkrampfte Muskulatur zu entspannen, die Ausscheidung großer Mengen Urin über die Blase zu fördern und die Entzündung einzudämmen.
Helfen diese Maßnahmen nicht, wird der Arzt Ihnen Antibiotika verschreiben. Heute wissen wir, dass bei unkomplizierten Harnwegsinfekten eine Einnahmedauer von einem Tag bis zu drei Tagen ausreicht. Bei starken Beschwerden, schmerzhaftem, blutigem Urin und immer, wenn Fieber hinzukommt, ist eine Antibiotikagabe dringend angeraten, denn es besteht dann der Verdacht, dass es sich um eine schwerwiegende Harnwegsinfektion mit Beteiligung der Nieren handelt.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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