Einsamkeit verschlimmert Krebserkrankung
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 1. Oktober 2009, 06:00 Uhr
GNL5223
soziale Isolation kann eine Krebserkrankung verstärken. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität von Chicago gekommen. Das Team um Suzanne Conzen wies im Tierversuch nach, dass das soziale Umfeld die Biologie der Krankheit verändern und zu deutlichen Unterschieden im Ausgang führen kann. Weibliche Mäuse, die durch die Trennung von den Muttertieren gestresst waren, entwickelten mehr und größere Tumore der Brustdrüse als zufriedenere Tiere. Bei den gestressten Tieren zeigten sich Veränderungen in der Aktivität von Genen, die beim Tumorwachstum eine Rolle spielen. Damit liegt nahe, dass sie durch die erhöhten Werte der Stresshormone direkt beeinflusst wurden.
Frühere Untersuchungen waren bereits zu dem Ergebnis gekommen, dass mitmenschliche Unterstützung den Behandlungserfolg bei Frauen mit Brustkrebs verbessern und beschleunigen kann. Die aktuelle Studie ist ein weiterer Hinweis darauf, dass Chemikalien im Blut die Entstehung von Krebs beeinflussen können, indem sie in gefährdeten Zellen Gene aktivieren oder deaktivieren.
Über solche Heilungsverläufe sprachen wir ja unlängst miteinander. Dass es sie gibt, ist für Sie und mich wahrscheinlich eine Binsenweisheit. Dass dies an Tieren ausgetestet werden muss, ist mir allerdings nicht geheuer. Wie sehen Sie das?
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Jansen (01.10. 2009 07:04 Uhr):
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass besonders die zwischenmenschliche Beziehung bei einer Krebserkrankung sehr wichtig und helfend ist. Ein Jahr habe ich jemanden begleitet, der an unheilbarem Krebs leider verstorben ist. Ohne meine Nähe wäre dieses sonst schon früher passiert, wie mir im Nachhinein ein Arzt schrieb. Für mich sind Tierversuche in diesem zusammenhang kein Vergleich, denn man sollte schon berücksichtigen, dass es ganz andere Lebewesen als wir Menschen sind.
Antworten - Kommentar von Andreas Seifert (01.10. 2009 08:18 Uhr):
Ich finde Ihren Schluß falsch, denn nicht Chemikalien beeinflussen die Krebsentwicklung sondern die Psyche, das soziale Umfeld, sie haben es selbst geschrieben. Sie wollen doch mit Ihrem schluß nicht eine Chemotherapie bei Krebs befürworten, oder etwa doch?????
Antworten - Kommentar von Eveline Antonelli (01.10. 2009 08:36 Uhr):
Ich finde es unter aller Würde, dass Tiere von einigen erfolgsgeilen Wissenschaftler missbraucht werden! Sollen sie doch für ihre Tests selbst hinhalten...
Antworten - Kommentar von Birgit Spang (01.10. 2009 09:08 Uhr):
Ich bekomme jedesmal Wut, wenn ich so etwas lese. Weite Kreise unserer Gesellschaft gehen von der unabdingbaren Notwendigkeit des Tierversuchs aus. Aber die Notwendigkeit des Tierversuchs basiert auf Mythen, nicht auf Fakten. Die Mythen über den Tierversuch werden verbreitet, müssen verbreitet werden, weil sonst ein pseudowissenschaftliches System in sich zusammenstürzen würde. Weil ohne diese Mythen raschen klar würde, dass der Tierversuch der Menschheit nicht nur hilft, sondern im Gegenteil ungeheuren Schaden für Mensch und Tier anrichtet. 10 Mythen: 1. Medizinisches Wissen basiert auf Tierversuchen. 2. Erst Tierversuche haben die Bekämpfung von Krankheiten und damit die Erhöhung der Lebenserwartung ermöglicht. 3. Medizinische Forschung ist ohne Tierversuche nicht möglich. 4. Tierversuche sind notwendig, weil die wichtigsten Krankheiten noch nicht heilbar sind. 5. Tierversuche sind zur Abwendung von neuen bedrohlichen Krankheiten notwendig. 6. Erst durch Tierversuche lassen sich die Risiken von neuen Medikamenten, Impfstoffen, Chemikalien abschätzen. 7. Tierversuche schaden der Menschheit nicht. 8. Das Tier leidet nicht im Experiment. 9. Nur Fachleute können Notwendigkeit, Vertretbarkeit und Bedeutung von Tierversuchen abschätzen. 10. Die Abschaffung der Tierversuche ist nicht möglich.Moderne Testsysteme mit Zellkulturen oder analytischen Verfahren liefern im Gegensatz zum Tierversuch verlässliche und aussagekräftige Daten. Das weiß man schon seit Jahrzehnte und das ist einfach nur traurig. Vielen Dank, dass ich das einfach mal schreiben durfte. Ihre Birgit Spang
Antworten - Kommentar von Sabine Scholz (01.10. 2009 09:31 Uhr):
Kommentar zum Mäuseversuch! Total überflüssig. Spieltrieb der Wissenschaftler, die ihn an Tieren, die mal wieder für uns ihren Kopf herhalten müssen und sich nicht wehren können, ausleben. Dabei reichen 5 Finger einer Hand um abzuzählen dass diese Erfahrung stimmt.und nicht auf diese Weise bewiesen werden muss. Sie trauen Mäusen mehr als ihrem ganz normalen Verstand. Herzlichen Gruß Sabine Scholz
Antworten
- Kommentar von Marjan Burgers (01.10. 2009 09:46 Uhr):
Hallo Sylvia, das in der heutigen Zeit überhaupt noch was an Tiere getestet werden muss ist ungeheurlich. Was massen wir Menschen uns eigentlich an diese Geschöpfe soviele Schmerzen zuzufügen. Ich könnte sowas nicht und werde diese Menschen die sowas machen auch nie verstehen.Gruss Marjan
Antworten - Kommentar von Valerie Gogolin (01.10. 2009 10:12 Uhr):
Liebe Frau Schneider, vielen Dank für den Beitrag. Dass die Psyche Einfluss auf Krebserkrankungen nimmt bzw. nehmen kann, ist umstritten und offensichtlich wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Allerdings habe ich in meinem Umfeld festgestellt, dass einige weibliche Singles an Brustkrebs erkrankt sind. Ich bin seit 38 Jahren verheiratet, führe allerdings seit 18 Jahren eine Wochenendehe, wobei mein Mann auch schon mal unter der Woche nach Köln kommt, jedoch nicht wegen mir sondern wegen gezielter Aktivitäten. Ich bin also Tag und Nacht alleine, arbeite alleine von Zuhause aus und habe, ausser über das Telefon, nicht viel Kontakt mit Menschen. Regelmäßigen Kontakt habe ich einmal in der Woche in der Sportgruppe. Ich bin Einzelgänger und schliesse mich nur schwer an. Das liegt auch daran, dass ich meine Hobbies mit niemandem aus meinem Umfeld teilen kann klassisches Klavierspiel, Besuch von klassischen Konzerten, Besuch von Museen, Malerei - Impressionismus, politisches Kabaret. Damit stehe ich so ziemlich alleine auf weiter Flur. Mit freundlichen Grüssen Valerie Gogolin
Antworten - Kommentar von Brigitte Zahner (01.10. 2009 10:44 Uhr):
Soziale Isolation ist eine Form von Rückzug, die einer Konfrontation mit dem Umfeld auszuweichen versucht. Häufig liegt ein tief verankerter Mangel an eigenem Selbstwert diesem Ohnmachtsverhalten zugrunde und erzeugt durch den Rückzug eine Selbstbestrafung welche wiederum den eigenen Minderwert bestätigt. Das eigentliche Problem in dieser Form von sozialer Isolation ist also der mangelnde Selbstwert, was mit mangelnder Eigenmacht und Eigenkraft gleichzusetzen ist. Da niemals eine Energie verloren geht, wird diese Macht und Kraft auf die Zellen übertragen. Das bedeutet, dass diese Zellen, negativ, sprich lebensverneinende Kraft und Macht erhält. Das ist die Schubkraft des Krebses. Soziale Isolation führt oder unterstützt den Krebsprozess nicht zwangsläufig!. Wer einen starken Selbstwert besitzt und die Isolation wählt, um in Ruhe in seine Kraft zu kommen, wird darin seine Chance finden, die Ursache des Krebses aufzudecken und vielleicht auch zu heilen. Wie immer gilt: es gibt zwar zu beobachtende Gemeinsamkeiten welche aber immer im individuellen Kontext sehr verschieden in Ursache und Wirkung sind. Jeder Mensch ist ein sehr komplexes System, das mit der gesamten Geschichte über dieses Leben hinaus betrachtet werden muss. Darüber hinaus gibt es auch die aus der Seelenebene gewählte Erfahrung, an Krebs zu sterben. Dann hilft nichts und Niemand, weil jede Faser des Wesens darauf ausgerichtet und eingestellt ist, diese Erfahrung auch erfolgreich zu durchlaufen. Die soziale Integration, resp. Isolation spielt dann nur eine Nebenrolle.
Antworten - Kommentar von lucia müller (01.10. 2009 10:55 Uhr):
ich denke, dass Einsamkeit auch negative Gedanken fördern und so auch den Verlauf negativ beeinflussen. Freunde, Kollegen, die einen aufmuntern, helfen, nicht alles so negativ zu sehen.
Antworten - Kommentar von Christa Korinek (01.10. 2009 11:27 Uhr):
Ich bin gegen Tierversuche, die Studien mit Menschen sind bestimmt aufschlussreicher. Mit freundlichen Grüssen Christa Korinek
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- Kommentar von Maria Kerbler (01.10. 2009 13:18 Uhr):
Ich bekomme den Eindruck, dass immer öfter das alte Wissen über Medizin aus der Natur nur mehr dann seine Gültigkeit uns Berechtigung hat, wenn es von der sog. Wissenschaft untersucht und bestätigt wurde. Aus eigener Erfahrung ich bin Lachtrainerin und Kindergartenpädagogin kann man die Gefährdung der Vereinsamung vorbeugen. Lachen verbindet und stärkt - nicht nur das Selbstbewußtsein, sondern auch die Gesundheit. Ich brauche keine Tierversuche, um feststellen zu können, dass z. B. die Trennung der Muttertiere von ihren Jungen durch Körpersäfte Krebs auslösen. Nicht nur Krebs, ich denke mal vieles mehr. Warum, auch ein Tier kann traurig sein. Und Trauer kann sich negativ auf den gesamten Körper auswirken. Ob Tier oder Mensch - wer leidet wird alalong krank. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: Lachen ist die beste Medizin und sogar dafür gibt es schon erste wissenschaftliche Erkenntnisse. Ich kann nur jedem empfehlen, mit einem Lächeln ist das Leben nur halb so schwer. Liebe Grüße Maria aus Österreich
Antworten - Kommentar von Sylvia Hofmann (01.10. 2009 13:54 Uhr):
Liebe Frau Schneider, liebe Namenskollegin, soziale Isolation beeinflußt unser ganzes Leben, es kann depressiv machen und natürlich den Krankheitsverlauf beeinflussen. Das hat man vielfach gehört und selbst erlebt. Leider gibt es Menschen, die entweder keine Angehörigen mehr haben oder kein Kontakt aus welchen Gründen auch immer besteht. Richtig gute Freunde zu finden ist sehr schwer, Bekannte und Gleichgesinnte um ein Hobby zu betreiben kann man leicht finden, jedoch einen "Beistand" in kranken Tagen, wenn man nicht mehr so kann, wie normalerweise - dann steht man doch verlassen da. Dann hat doch keiner Zeit. Es ist so leicht gesagt, Freunde und Familie sollen einen unterstützen. Ich kenne viele Menschen die dies nicht haben und selbst sehen müssen wo sie bleiben, auch in kranken Tagen. Es liegt nicht an diesen Leuten, sondern am unfreundlichen und unpersönlichen Umfeld. viele Grüße
Antworten - Kommentar von Renate Krohn (01.10. 2009 14:05 Uhr):
Da Tiere ja nicht fühlen können, glaube ich, daß es sicher unsinnig ist, es zu testen, allerdings kann man eventuell feststellen, daß Tiere in der Gemeinschaft eben auch schneller gesund werden.
Antworten - Kommentar von veronika Koll (01.10. 2009 15:12 Uhr):
der wertschätzende Umgang mit der Natur würde uns auch vor Krebs schützen.Die Achtung beginnt beim Tautropfen am Grashalm.
Antworten - Kommentar von Peter Hörmann (01.10. 2009 15:25 Uhr):
Ihre Zweifel and der Sinnhaftigkeit gerade dieser Tierversuche sind deutlich zu unterstreichen. Ich bin überzeugter Gegner des grundsätzlich falschen Weges von Tierversuchen in der Wissenschaft, akzeptiere aber auch andere Meinungen hierüber. Absolut unakzeptabel und mMn unseriös sind jedoch Experimente am Tiermodell wenn wie hier gar psychische Komponenten hinein interpretiert werden. Es ist bedenklich genug, wenn grundlegende biologische Unterschiede zwischen derart differenten Spezies einfach ignoriert werden. Aber diese hier getroffene Aussage bedarf wohl keinerlei wissenschaftlichen Vorarbeit und schon gar keiner Tierexperimente. Jeder Mediziner mit Gespür für seine Patienten weiß um die positive Wirkung funktionierender sozialer, insbesondere liebevoller Familien-Verbände. Hier ist ein klassisches Beispiel dafür, dass Labortiere oftmals geschunden werden, bloß um die Experimentatoren in Fachpublikationen zu bringen.
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- Kommentar von Alexander Hollnsteiner (01.10. 2009 18:26 Uhr):
Offenbar muss es an Tieren ausgetestet werden, weils sonst zuwenig ernstgenommen wird. Das, genau das, ist es, was so stossend ist: Dass eine Binsenwaeisheit erst noch ausgetetstet werden muss. Was für eine mitfühlende Gesellschaft umgibt uns doch Tag und Nacht, leider.
Antworten - Kommentar von Bernadette Berchtold (01.10. 2009 22:19 Uhr):
Liebe Frau Schneider, nein, die Tierversuche sind mir auch nicht geheuer. Ich finde es auch eine Frechheit diese Ergebnisse dann frisch fröhlich auf uns Frauen zu projizieren! Ich habe mich genau gestern vor einem Jahr von meiner linken Brust verabschiedet und in der Zwischenzeit verfüge ich über eine ganze Ladung an Erfahrungen, die ich eigentlich nie machen wollte: 6 Monate Chemotharapie vom gröbsten, 6 Wochen Bestrahlungen gefolgt von offener Achselhöhle als Strahlenfolge. Speziell an der Geschichte ist, dass ich intensiv lebe und erlebe. Es ist mir auch deutlich klar geworden, dass auch sehr belastede Krebstherapien mit natürlichen, Therapie unterstützenden, unangenehme Nebenwirkungen reduzierenden Mitteln begleitet werden können. Dafür bin ich sehr dankbar und ich hoffe, dass ich Wege finde, diese positiven Erfahrungen mit vielen Betroffenen zu teilen, da die Schulmedizin in dieser Hinsicht noch immer beide Augen verschliesst. Freundliche Grüsse
Antworten - Kommentar von angela paulus (01.10. 2009 22:20 Uhr):
hallo meine lieben! dass isolation krebs fördert, ist mir eigentlich klar. ich selbst bin betroffen und kann nur mit einem sauerstoffgerät kurze strecken gehen. so sitze ich die meiste zeit zu hause, alleine mit meinem kater und dem pc. obwohl ich erst 51 bin und den krebs schon 6 jahre habe, chemo und strahlentherapie hinter mir habe, der restliche lungenkrebs ist nicht mehr operabel, sonst ist zu wenig lunge über. also alles in allem hatte ich so an die 15 operationen. aber ich glaube, man sollte das interesse an der gegenwart nicht verlieren und vor allem das lachen nicht verlernen. sterben müssen wir doch alle. das ist die voraussetzung für leben. ist es nicht so? liebe grüße und macht weiter so!!!
Antworten - Kommentar von Kuno Will (01.10. 2009 23:35 Uhr):
Auch mir ist es ein Greuel, dass immer wieder Binsenweisheiten durch fragwürdige Tierversuche wissenschaftlich geadelt werden sollen. Gruß, K.Will
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